Der Schlosspark des Theresianums

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Das Schloss „auf der Wieden“, die "neue Favorita", wie das heutige Theresianum im 4. Wiener Gemeindebezirk in höfischen Zeiten genannt wurde, war Namensgeberin der Ausfallsstraße und des angrenzenden 10. Bezirks.

Maria Theresia verbrachte einen Teil ihrer Kindheit und Jugend in dem Schloss.

Mit seinem „Gartentheater“ der „Grotta“ war es die bedeutendste Kultur- und Feststätte des höfischen Adels im Wien des 17. und 18. Jahrhunderts.Vor allem pompös inszenierte Barockopern und Theateraufführungen zu den Geburtstagen des Kaisers unter Leopold I. bis Karl VI., die ganze Wasserschlachten in der Teichlandschaft des Gartentheaters beinhalteten, waren besonders beliebt.

Nach dem Bau Schönbrunns diente die Favorita als Depot und das kulturelle Leben fand fortan in Schönbrunn statt.

Heute beherbergt die Liegenschaft die Theresianische Akademie, eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht.

 

Durch den WIENER OPERETTENSOMER wird dieser kulturhistorisch bedeutende Platz neu belebt!

Ein wildromantischer „geheimer“ Park mitten in Wien, während des Jahres der Öffentlichkeit nicht zugänglich, bildet den herrlichen Rahmen für Wiens’ Sommerfestival.

Mitten in uraltem Baumbestand versteckt sich die original erhaltene Barocke „Grotta“ des ehemaligen Gartentheaters, die als Kulisse für die vielfältigen Operettenaufführungen dient.

 



union-jack2 The Theresianum Palace Gardens

The palace „auf der Wieden“, the „New Favorita“ how the Theresianum (4.th district) was called in 17.th and 18.th century, gave it’s name to the arterial road and the neighbouring district "Favoriten". Maria Theresia was born and partly brought up in this palace.With it’s garden theatre „Grotta“ it was the most considerable location for culture and festivities for the upper nobility in baroque Vienna. Especially pompously staged baroque operas and theatre plays on the birthday of the emperor, under Leopold I. to Karl VI., including see battles in the artificial pond-landscape of the garden theatre, have been eminently popular. After the building of “Schönbrunn” the “Favorita” served as a depot and was not longer middle of the cultural life.

Today the Theresianum shelters the „Theresianische Academy“, a private school with public privilege.

The Wiener Operettensommer brings new life into that historically considerable place!

A wild-romantic and secret garden in the heart of Viennabuilds the magnificient frame for Vienna’s summer festival. In the midst of age-old trees hides the originally preserved „Grotta“ of the former garden theatre, acting as set for  versatile Operetta Performances.

 

 


 

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Lady Mary Montagu, die Gattin des englischen Botschafters schrieb 1716/1717 über die Opern im Theresianum:

»Glauben Sie nicht, dass ich von der Luft dieser päpstlichen Länder angesteckt bin, obwohl ich mich von der Zucht der englischen Kirche so weit entfernt habe, dass ich letzten Sonntag in der Oper war, die im Garten der Favorita aufgeführt wurde und die mir so sehr gefallen hat, dass ich es noch nicht bereut habe, sie gesehen zu haben.

Nichts dieser Art war jemals prächtiger, und ich kann leicht glauben, was man mir sagte, nämlich, dass die Dekorationen und Kostüme den Kaiser 30.000 Sterling kosten. Die Bühne war über einen sehr breiten Kanal gebaut und am Beginn des zweiten Aktes in zwei Teile geteilt, so dass man das Wasser entdecken konnte, auf welchem sofort zwei Flotten mit goldenen Schiffen von verschiedenen Seiten erschienen, die eine Seeschlacht aufführten. Es ist nicht leicht, sich die Schönheit dieser Szene vorzustellen, die ich besonders aufmerksam betrachtete, doch auch alles übrige war vollendet schön in seiner Art.

Die Handlung der Oper ist die Verzauberung der Alcina, die Gelegenheit für den Einsatz zahlreicher Maschinen und Szenenwechsel gibt, die mit überraschender Geschwindigkeit vollzogen werden. Das Theater ist so groß, dass es dem Auge schwerfällt, sein Ende zu erkennen und die Kostüme, 108 an der Zahl, von äußerster Pracht. Kein Haus könnte so große Dekorationen fassen, aber die Damen, die alle in freier Luft sitzen, sind dadurch großen Unbequemlichkeiten ausgesetzt, denn es gibt nur einen einzigen Baldachin für die kaiserliche Familie, und als am Abend der ersten Aufführung ein Platzregen niederging, wurde die Oper unterbrochen, und die Gesellschaft flüchtete in solcher Verwirrung, dass ich fast zu Tode gequetscht wurde....«

 

 

 

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