Joseph Beer

Joseph Beer war vor Ausbruch des 2. Weltkriegs der kommende „Shooting Star“ der Österreichischen Komponistenwelt und hat mit den beiden berühmten Librettisten Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald unter Anderem diese Sensationsoperette (Polnische Hochzeit) geschaffen. Die Österreichische Erstaufführung sollte mit Richard Tauber in der Hauptrolle im Theater an der Wien stattfinden.  Der Einmarsch der Nazionalsozialisten und die Verfolgungen beendeten abrupt die Probenvorbereitungen.  Joseph Beer konnte nach Frankreich flüchten und sich während der Zeit des Regimes im Französischen Hinterland verstecken, Fritz Löhner-Beda (Buchenwaldlied) ist im KZ ermordet worden und  Alfred Grünwald konnte, trotz Verhaftung, gerade noch rechtzeitig in die USA emigrieren. In tiefer Verbitterung hat Joseph Beer bis zu seinem Tod 1987 in Nizza, nie wieder Österreichischen Boden betreten und ein Aufführungsverbot aller seiner Werke für Deutschland und Österreich verhängt. Seine Töchter Beatrice und Susanne haben nun mit dem Musikverlag Doblinger Kontakt aufgenommen um die Musik Joseph Beers wieder zum Leben zu erwecken. Dabei offenbarte sich eine Musikalische Sensation: Das musikalische „Missing Link“ zwischen Kálmán und Gershwin.

 

Der Komponist Joseph Beer

1908

geboren am 7. Mai in Lemberg (Lwow)

1930

Abschluss der Kompositionsstudien bei Joseph Marx an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (mdw) mit Auszeichnung

1933

 

 

Komposition des Bühnenwerks „Der Prinz von Shiraz“ (Uraufführung in Zürich, Folgeaufführungen u.a. im Theater an der Wien sowie am Teatr Wielki/ Warschau

 

1937

Komposition der Operette „Die Polnische Hochzeit“ (Uraufführung in Zürich, Folgeaufführungen auf rund 40 Bühnen in acht Sprachen)

1938

Flucht nach Paris

1940

Weiterflucht nach Nizza zum Bruder; Arbeiten an weiteren

 

Kompositionen im Geheimen

1943

Rückzug in die Isolation nach dem Tod der Eltern und der jüngeren Schwester im Konzentrationslager

1949

Uraufführung der während des Krieges entstandenen Oper „Stradella in Venedig" am Zürcher Opernhaus

1966

Doktorat an der Universität Sorbonne, Paris (Dissertation: Die harmonische Entwicklung im Werk Alexander Scriabins)

1987

gestorben am 23. November in Nizza

 

 

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